Völker - Dicril

*Leben ist Existenz, doch Existenz ist nicht gleich Leben!*
Ályss, Herrin der Schatten

Li-Adhon

Kapitel: Ivene

Vor langer, langer Zeit als die neue Lym noch sehr jung war, da erschufen die Miráhc das Leben.
Sie schufen viele Tiere, Pflanzen, doch nur ein vernunftbegabtes Volk.
Sie nannten es Li-Adhon, die Weisen.
Sie hatten lange Spaß daran jenes langlebige Volk alles zu lehren was sie wussten, und das war viel.
So gaben sie ihnen das Wissen über die Vergangenheit der Lym, über ihre Pläne für die Zukunft, und sogar über vieles, was jenseits der Lym war: über die Leere außerhalb.
Noch waren die Li-Adhon unsterblich, und ihr Wissensdurst unstillbar. Darum lehrten die Miráhc sie, Häuser zu bauen, Ascam zu sprechen und das Land zu regieren. Sie brachten ihnen bei, Metall zu bearbeiten, Stoffe herzustellen und alles was sie sonst noch wussten.
Doch bald erschienen andere.
So klang die Ivéne aus und die Zeitalter der Astaláhce brachen an, in denen viele weitere Völker erwachten. Doch keines von ihnen knüpfte so enge Bande zu den Miráhc wie die Li-Adhon.
Als die Miráhc Lym schließlich verließen und sich nach Lealé zurückzogen, gingen die meisten der Li-Adhon mit ihnen hinfort.
Jenen, die zurückblieben, wurde die Unsterblichkeit angeblich genommen, doch es gehen gegenteilige Gerüchte um, nach denen der letzte Weise Mior immer noch leben soll...
Zumindest einige Schriftrollen blieben erhalten, und auch mehrere alte Gebäude wurden gefunden. So zum Beispiel die Ruinen von Vavál, einer Stadt inmitten eines lange verborgenen Gebirgsees.

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