Legenden

*Wenn die Schatten weichen und die Nacht stirbt...*
Sprichwort, Bel-Thinill & Amandúr

Cáyel

Die Legende von Cáyel erzählt von dem König Cáyel, der einst in einem wunderschönen Land regierte, wo die Blumen das ganze Jahr blühten, die Flüsse nie versiegten und alle genug zu essen hatten. Doch ein Fluch wurde über das Land gelegt und Cáyels einzige Stadt, die Meolenn Cáyel ward gleichgültig - Ihre Bewohner vergaßen die Welt außerhalb und lebten nurnoch innerhalb ihres wunderschönen Gefängnisses.
Nur Cáyel nicht. Der König war verschont worden, doch angesichts des Schreckens der seinem Lande widerfahren war, verfiel er in unendliche Trauer.
Und nicht nur er, sondern das ganze Land: Blumen vertrockneten, Bäume ließen trauernd die Äste hängen, die sogenannten Traumwinde, einzigartige Sträucher, verloren ihre Träume und starben.
So ging Cáyel fort, und sein Land versank im Meer und in Vergessenheit.
Doch angeblich leben die Bewohner der Meolenn Cáyel noch immer, sind noch immer von Gleichgültigkeit befangen, bis auf Thalisin, den Berater des Königs Cáyel, der nun die Stadt betreut und verirrten Wanderern, die sie manchmal erreichen mögen, den Weg zurück in ihre Welt weist.
Und Cáyel wandert umher, allein und in seiner Trauer gefangen, bis sein Land sich aus den Fluten erheben und der Fluch von ihm genommen wird.
Bis dahin jedoch wird man vielleicht eines Morgens, wenn man über die Türschwelle tritt, plötzlich einen Cìadán Cáyel, einen der trauernden Bäume Cáyels die immer dort wachsen wo seine Tränen den Boden benetzen, vorfinden und wissen, das der König Cáyel noch immer trauert...

Angeblich soll Cayels Land eine der verlorenen Inseln um Pashaîla herum gewesen sein.

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